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Faustina Kowalska

Das Fest der göttlichen Barmherzigkeit (des Barmherzigen Heilandes).
Die zweite den Gläubigen durch Hl. Faustina von Jesus auferlegte Aufgabe betraf die Einsetzung des Festes der göttlichen Barmherzigkeit.
Der Heiland sprach folgende Worte zu ihr:
Ich wünsche. dass der erste Sonntag nach Ostern zum Feste der göttlichen Barmherzigkeit bestimmt wird. Sage deinem Beichtvater, dass er meine große Barmherzigkeit der ganzen Welt verkünde. Wer immer an diesem Tage sich der Quelle des Lebens nähert, wird die vollkommene Nachlassung aller Sünden und Strafen erlangen. Das menschliche Geschlecht wird nicht eher den Frieden finden, bis es mit Vertrauen sich an meine Barmherzigkeit wendet. Meine Seele erfreut sich an diesem Titel der Barmherzigkeit, da die Barmherzigkeit die größte aller göttlichen Eigenschaften ist. Alle Werke meiner Hände sind von Barmherzigkeit gekrönt. Ehe ich als gerechter Richter komme, komme ich als König der Barmherzigkeit. Oh, wie mich das Misstrauen der Seelen verwundet! Solche Seelen bekennen zwar, dass ich heilig und gerecht bin; aber sie glauben nicht, dass ich barmherzig bin, und erkennen meine Güte nicht an. Auch die Teufel ehren meine Gerechtigkeit, aber sie glauben nicht an meine Güte, und dies ist die Ursache, dass sie Teufel sind."
Ein anderes Mal sagte ihr Jesus:
"Meine Tochter, sprich zur ganzen Welt von meiner unvorstellbaren Barmherzigkeit. Ich wünsche, dass das Fest der Barmherzigkeit eine Zuflucht und eine Heimstätte sei für alle Seelen und vor allem für die armen Sünder. An jenem Tage wird sich das Innerste meiner Barmherzigkeit öffnen. Ich werde ein Meer von Gnaden auf die Seelen ausgießen, welche sich dem Brunnen meiner Barmherzigkeit nähern werden. Die Seele, die an diesem Tage beichtet und kommuniziert, wird die vollkommene Nachlassung aller Schuld und aller Strafen erhalten. Möge keine Seele sich fürchten, sich mir zu nähern. selbst wenn ihre Sünden rot wie Purpur wären! Dieses Fest ist hervorgequollen aus dem Schoß der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, die durch mich, das göttliche Wort, euch den Abgrund ihrer göttlichen Barmherzigkeit zu erkennen gibt. Ich wünsche, dass es am ersten Sonntag nach Ostern feierlich begangen werde."

Abbildung: Faustina Kowalska - * 25. August 1905 in Glogowiec bei Lódz, Polen; 5. Oktober 1938 in Krakau

Schwester Faustina blickt in den Himmel

Am 27. November 1936 durfte Schwester Faustina in einer unermesslich beglückenden Version in die himmlische Herrlichkeit schauen: “Heute war ich im Geiste im Himmel und schaute die unbegreifliche Schönheiten und das Glück, das uns nach dem Tod erwartet. Ich sah, wie alle Geschöpfe unentwegt Gott Ehre und Ruhm erwiesen. Ich sah, wie groß die Glückseligkeit in Gott ist, die sich auf alle Geschöpfe ergießt, sie mit unermesslicher Wonne erfüllt, und wie alle Ruhm und alle Ehre aus der Beglückung zur Quelle zurückkehren. Sie dringen ein in die Tiefen Gottes, das innere Leben Gottes betrachtend - des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes -, das sie niemals begreifen oder ergründen werden. Diese Quelle des Glücks ist in ihrem Wesen unveränderlich, jedoch immer neu, Freude und Seligkeit sprudeln für alle Geschöpfe. Jetzt kann ich den heiligen Paulus verstehen, er gesagt hat: “Kein Auge hat es gesehen, kein Ohr hat es gehört, in keines Menschenherz ist es gedrungen, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben.” Und Gott kam mir eines zu erkennen, was in seinen Augen unendlichen Wert hat - es ist die Liebe zu ihm, Liebe, Liebe und nochmals Liebe; mit einem einzigen Akt reiner Gottesliebe ist nichts zu vergleichen. Mit welch unbegreiflicher Liebe beschenkt Gott die Seele, die Ihn aufrichtig liebt. O glücklich die Seelen, an denen Er schon hier auf Erden sein Wohlgefallen hat - das sind die kleinen, demütigen Seelen. Die große Herrlichkeit Gottes, die ich erkannte, wird von jenen, die im Himmel sind, gepriesen, je nach der Stufe der Gnade und der Rangordnung, in der sie eingeteilt sind. Als ich diese Macht und Größe Gottes sah, wurde meine Seele nicht von Schauer durchdrungen, auch nicht von Angst, nein - überhaupt nicht. Meine Seele wurde von Frieden und Liebe erfüllt. Je mehr ich Gottes Größe erkenne, desto mehr freut es mich, das Gott so ist. Auch seine Größe freut mich unendlich und auch, dass ich so klein bin; weil ich so klein bin, trägt mich Gott in seiner Hand und hält mich an seinem Herzen.
O mein Gott, wie leid tun mir die Menschen, die nicht an das ewige Leben glauben; ich bete so sehr für sie, damit auch sie von einem Strahl der Barmherzigkeit erfasst werden und Gott sie an sein väterlicheres Herz ziehen möge.”

Schwester Faustina blickt in das Fegefeuer

Am Anfang ihres Ordenslebens, während einer kurzen Krankheit, fragte Schwester Faustina Jesus, für wen sie noch beten solle? “Jesus erwiderte mir, Er werde es mir zu erkennen geben ... In der nächsten Nacht erblickte ich meinen Schutzengel, der mir befahl, ihm zu folgen. Plötzlich befand ich mich an einem nebeligen, mit Feuer erfüllten Ort bei vielen leidenden Seelen. Diese Seelen beten sehr innig, doch ohne Wirkung für sie selber; nur wir können ihnen zu Hilfe kommen. Die Flammen um sie berühren mich nicht. Mein Schutzengel verließ mich keinen Augenblick. Ich fragte die Seelen, was ihr Leid sei. Übereinstimmend antworteten sie mir, ihr großes Leiden sei die Sehnsucht nach Gott. Ich sah auch die Gottesmutter, wie sie die Seelen im Fegefeuer besuchte... Sie bringt ihnen Linderung. Ich wollte noch mehr mit ihnen reden, doch mein Schutzengel gab mir ein Zeichen, zu gehen ... Eine innere Stimme sagte mir: “Meine Barmherzigkeit will dies nicht, aber die Gerechtigkeit verlangt es. Seither pflege ich einen engen Umgang mit den leidenden Seelen.”

Schwester Faustina blick in die Hölle

Ende Oktober 1936 musste Schwester Faustina in die Hölle, zum Ort des Grauens hinabsteigen, um davon zu berichten. Sie schreibt in ihr Tagebuch:
“Heute wurde ich durch einen Engel in die Abgründe der Hölle geführt. Das ist ein Ort großer Qual; seine Ausdehnung ist entsetzlich groß. Die Arten der Qual, die die Hölle ausmacht, ist der Verlust Gottes; die zweite - der ständige Gewissensvorwurf, die dritte - dass sich dieses Los niemals mehr ändert; die vierte - ist das Feuer, das die Seele durchdringt, ohne sie zu zerstören; das ist eine schreckliche Qual; es ist ein Feuer von Gottes Zorn entzündet. Die fünfte Qual - ist die ständige Finsternis und ein furchtbarer Gestank. Obgleich es dunkel ist, sehen sich die Teufel und die verdammten Seelen gegenseitig; sie sehen alles Böse anderer und auch ihr eigenes. Die sechste Qual - ist die unablässige Qual - ist die furchtbare Verzweiflung, der Hass gegen Gott, die Lästerung, Verfluchungen und Schmähungen. Das sind Qualen, die alle Verdammten gemeinsam erleiden, doch das ist noch nicht das Letzte. Es gibt noch besondere Qualen für die Seelen, nämlich Qualen der Sinne. Womit die einzelne Seele gesündigt hat, damit wird sie auf furchtbare, nicht zu beschreibende Weise gepeinigt. Es gibt schreckliche Höhlen und Abgründe der Peinigung, wo sich eine Qual von der anderen unterscheidet. Angesichts dieser entsetzlichen Pein wäre ich gestorben, hätte mich nicht die Allmacht Gottes erhalten. Der Sünder soll wissen, dass er mit den Sinnesorgan, mit dem er sündigt, die ganze Ewigkeit lang gepeinigt werden wird. Ich schreibe darüber auf Gottes Befehl, damit keine Seele sich ausreden kann, dass es die Hölle nicht gibt, oder auch, dass dort niemand war und man nicht weiß, wie es dort ist.
Ich, Schwester Faustina, war auf Gottes Geheiß in den Abgründen der Hölle, um den Seelen zu berichten und zu bezeugen, dass die Hölle existiert. Jetzt kann ich darüber nicht reden, denn auf göttlichen Anordnung muss ich das schriftlich hinterlassen. Die Teufel hatten einen großen Hass auf mich, aber durch Gottes Befehl mussten sie mir gehorchen. Was ich niedergeschrieben habe, ist ein schwacher Schatten der Dinge, dort sind meistens Seelen, die nicht an die Hölle geglaubt hatten.
Als ich zu mir kam, konnten ich mich von dem Schrecken nicht erholen, wie sehr die Seelen dort leiden. Daher bete ich jetzt noch inniger um die Bekehrungen der Sünder. Ohne Unterlass flehe ich um Gottes Barmherzigkeit für sie.”

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