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Andacht zum Unbefleckten Herzen Mariä

Andacht zum Unbefleckten Herzen Mariä

Wir haben gesehen, wie die Andacht zum Unbefleckten Herzen Mariä im Mittelpunkt der Botschaften von Fatima steht, besonders jener vom 13. Juli.
Von ihrer echten Ausübung hängt nun einmal gemäß dem Willen Gottes alles ab. Das hat die kleine Hyacintha am schönsten ausgedrückt, die kurz vor ihrem Todestage, dem 20. Februar 1920, zu Lucia sagte:
«Sage allen, dass Gott uns seine Gnaden durch das Unbefleckte Herz Mariä gibt; dass sie dieselben durch dieses Herz erbitten sollen; dass das Herz Jesu gemeinsam mit dem Herzen Mariä verehrt sein will; dass sie das Unbefleckte Herz Mariä um den Frieden bitten, weil der Herr denselben ihr anvertraut hat.»
Welches sind die Hauptbedingungen der Andacht zum Unbefleckten Herzen Mariä, so wie Jesus und Maria dieselben zu verschiedenen Malen (z.B. am 10. Dezember 1925, am 13. Juni 1929) Lucia kundgetan haben und die erfüllt werden müssen, um die reiche Segensfülle zu bekommen, die verheißen wurde?

Zu diesen Bedingungen gehören:
1. das tägliche Rosenkranzgebet, wo man im Geiste der Sühne, vereint mit dem Unbefleckten Herzen Mariä, die Geheimnisse des Lebens, des Leidens und der ewigen Herrlichkeiten Jesu Christi betrachtet, sie dem Vater aufopfert zu Seiner Ehre, für uns alle, dass wir ihrer Früchte teilhaftig werden, für die Bekehrung der Sünder und für den Frieden der Welt.

2. Die fortlaufende Übung der ersten Samstage im Monat (Herz-Mariä-Samstage benannt): wo man vereint mit dem Herzen Mariä eine Sühnekommunion, besondere Gebete und Opfer darbringt in der Absicht, Sühne zu leisten für die Sünden der Welt. Diese Übung wurde am 10. Dezember 1925 verlangt.

3. Die Übung von 5 ersten Samstagen nacheinander mit zwei weiteren Bedingungen, nämlich einer Sühnebeichte und einer Viertelstunde Betrachtung über eines oder mehrere Rosenkranzgeheimnisse in der Absicht, dem Unbefleckten Herzen Mariä Genugtuung zu leisten. Diese Genugtuung ist ein Erfordernis der Gerechtigkeit Gottes, die nicht zulassen kann, dass die Verletzung oder Vernachlässigung der Ehre der Mutter des göttlichen Erlösers nicht gesühnt werde. Und alle Glieder der Familie Christi haben diese Sühne zu leisten. Jene, die nicht den Geist der Sühne für sich und andere in sich aufnehmen, werden nie große Fortschritte im geistlichen Leben machen. Der gerechte Gott versagt ihnen Seine besonderen Gnaden und kann manche Strafen nicht zurück ziehen. Diesen Geist der Sühne einzupflanzen ist ein besonderes Ziel der Andacht zum Unbefleckten Herzen Mariä.
Jenen, die diese Übung von fünf ersten Samstagen wenigstens einmal im Leben recht tun, verspricht Maria überdies, ihnen in der Todesstunde mit jenen Gnaden ihres Sohnes beizustehen, die zu ihrem ewigen Heile erforderlich sind.

4. Die Weihe der Welt und im besondern Russlands an das Unbefleckte Herz Mariä, und zwar durch den hI. Vater im Verein mit allen Bischöfen der Welt. Diese wurde am 13. Juni 1929 ausdrücklich verlangt und zwar von Jesus und Maria. «Der Augenblick ist gekommen, diesen Willen Gottes der Kirche kundzutun.

Er verspricht, durch dieses Mittel Russland zu retten »‚ sagte Maria. Diese Weihe ist also nach dem Willen Jesu unzertrennlich mit der An dacht zum Unbefleckten Herzen Mariä verbunden.

Lucia tat alles, um in ihrer Umgebung die Sühneandacht zum Unbefleckten Herzen Mariä zu wecken und zu fördern. Sie sprach von den Herz-Mariä-Samstagen zu ihren Obern und Seelenführern. 1929 schrieb sie diesen auch von der geforderten Weihe Russlands und verlangte von ihnen, ihren Bischof und den Papst davon in Kenntnis zu setzen. 1932 schrieb sie selbst an den Bischof und erwähnte darin eine Klage des Heilandes: «Man hört nicht auf meine Wünsche, der Papst wird diese Weihe Russlands vornehmen, aber es wird reichlich spät sein. 1937 wandte sich der Bischof auf Bitten Lucias an Papst Pius XI., er möge die Weihe vollziehen und die Sühneandacht der Herz-Mariä-Samstage allen Gläubigen empfehlen. Dieser Brief weist zugleich auf den besondern Sinn der 5 Herz-Mariä-Samstage hin. Man soll da Genugtuung leisten für die Lästerungen

1. gegen die Unbefleckte Empfängnis,
2. gegen die immerwährende Jungfräulichkeit Mariens,
3. gegen ihre göttliche Mutterschaft,
4. gegen die Bildnisse der Seligsten Jungfrau,
5. gegen die pflichtschuldige Verehrung Marias, die man aus den Herzen der Kinder reißt, indem man sie Abneigung, ja sogar Missachtung gegen ihre himmlische Mutter lehrt.

1940 schreibt Lucia an ihren Bischof: «Wenn die Welt doch den Augenblick der Gnade erkennen würde!»
Ja, wenn die Welt — wenigstens die katholische Welt — den Augenblick der Gnade erkannt hätte! Wäre der Nationalsozialismus in Deutschland ans Ruder gekommen, wäre der Bolschewismus noch an der Macht, wenn mindestens um 1930 die Weihe Russlands an das Unbefleckte Herz in der verlangten Weise geschehen wäre? Meiner Ansicht nach hätte sie leider auch nicht diese Wirkung haben können, weil sie nicht unterbaut gewesen ist durch die verlangte Sühneandacht des Rosenkranzes und der Herz-Mariä-Samstage. Auch hätte diese Andacht durch eine große Anzahl von Katholiken in der gesamten Welt geübt werden müssen. Wohl haben sich manche dafür eingesetzt. Aber den meisten blieben die Augen geschlossen und bleiben noch geschlossen. Wann wird der Schleier gehoben?
«Die Kinder dieser Welt sind in ihrer Art klüger als die Kinder des Lichtes »‚ sagt Jesus (Luk. XVT 8). Wo der böse Feind merkt, dass eine wachsende Muttergottesverehrung seine teuflischen Pläne durchkreuzen könnte, da wehrt er sich mit aller Macht und Schlauheit und List. Er speit seinen rasenden Schaum gegen Maria aus. Was gerade nach dem 13. Juli in Portugal vor sich ging, das war wie ein Vorspiel dessen, was in der ganzen Welt vor sich gehen sollte. Die Freimaurerei und antichristliche Presse in Portugal wollte mit einem Schlage das marianische Werk von Fatima vernichten. Wogen von Verleumdung und Spott ergossen sich über die Seherkinder — und wirkten später noch lange nach in der ganzen Welt — auch in der katholischen — sogar in theologischen Kreisen, denen es leider oft an Demut und Offenheit gegenüber dem stets geheimnisvollen Wirken Gottes fehlt. Wie bleibt doch das Wort Jesu immer wahr: «Vater... was du den Weisen und Gelehrten verborgen hast, das hast du den Kleinen geoffenbart» (Matth. XI 25).

Abbildung: Herz Mariä -

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